Montag, 9. November 2015

Neuer Luxus







Was macht eigentlich eine Luxusmarke aus?
Ich persönlich habe Luxusmarken immer mit Jahrhunderte langer Tradition verbunden. 
Louis Vuitton wurde im Jahre 1854 gegründet, Chanel und Prada jeweils 1913 und Gucci 1921.

Würde dies also bedeuten, dass Jung Designer heutzutage gar nicht erst versuchen sollten, sich in diesem Segment zu etablieren?

Aber denken wir vorerst weiter auf dem Luxus-Begriff herum: 
Hohe Qualität, die besten Materialien gut verarbeitet und die Liebe zum Detail. 
Limitierte Kollektionen, historisch besten Falls entstanden aus einem Familienunternehmen und ganz wichtig gekoppelt mit gutem Service. 
Das Luxus-Produkt muss uns berühren, soll uns eine Geschichte erzählen.
Luxus an sich steht vor allem für das Besondere und das Außergewöhnliche. Etwas, das nicht jeder hat. Etwas, das uns selbst viel bedeutet. Es kann ein Moment sein, ein Gefühl, muss nicht zwangsläufig mit Geld zu tun haben, sondern viel mehr das kleine Glück im Alltag bedeuten, das uns magisch anzieht, uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Das Berliner Label MANUE bringt so ziemlich jede Komponente dafür mit: 
2 kreative Frauen leben ihren Traum.
Eine unabhängige Künstlerin von der Côte d´Azur, die seit Jahren mit privaten Photographien arbeitet, die mit diversen Techniken wie Öl, Acryl Farben, Kohlstiften, Bleistiften und sogar Kugelschreibern umgewandelt werden. 
Ihre Schwägerin ist die ehemalige Accessoires Designerin von Wolfgang Joops Modelabel Wunderkind und machte sich kürzlich selbstständig.
 Nun brachten die Beiden gemeinsam eine Schal Kollektion raus, das typische Familienunternehmen also. Kreiert in Frankreich, produziert in Italien, die Materialien: Modal mit Seide oder Cashmere angereichert. Perfekte Verarbeitung, die uns in der kalten Herbst & Winterzeit ganz warm ums Herz werden lässt. Auf die hochwertige Qualität legte die gelernte Modedesignerin schon immer größten Wert. Die filigranen Motive: Selbstverständlich die Kunstwerke der Schwägerin.  

Was also als einzige Zutat zum großen Luxuslabel-Erfolg noch fehlt: Die jahrelange Tradition. Helfen wir den Beiden, dass aus MANUE eines Tages ein Traditionsunternehmen wird und sie sich ausnahmsweise schon ganz bald zwischen den Guccis und Chanels dieser Welt einreihen können. 
Das Potenzial ist allemal da! 


Ich trage auf den Bildern die Modelle "Carribean Christmas" und "Flowery Romy"





Donnerstag, 5. November 2015

What the Hell, Oween !










Das Soho House in Berlin - Treffpunkt für Prominenz und Kreativität. Der Großteil der Gäste lässt sich - auch wenn wir so etwas ja eigentlich nicht machen - über einen Kamm scheren. Vor allem in einer Sache: Dieser Schlag von Mensch liebt es in verschiedene Rollen zu schlüpfen, sich hinter einer Verkleidung zu verstecken und das Gefühl unerkannt und somit unbeobachtet die ganze Nacht durchfeiern zu können ohne dass morgen das Gerede zu groß ist. Der Reiz, nicht zu wissen, wer sich hinter der Maske neben einem verbirgt, ist zu groß. Die Gästeliste der Soho Halloween Party, die nur für Member und ihre Begleitung zugänglich ist, daher schon Wochen vorher ausgebucht.


 Geständnis: Ich verkleide mich auch gerne. Doch dieses Halloween Thema war mir irgendwie schon immer etwas gruselig.  Seit meiner Jugend etablierte sich in den letzten 10 Jahren zwischen Osterhasen und Weihnachtsmännern der grinsende Kürbiskopf als wiederkehrende Größe eines Festes, das man in Europa bisher kaum zur Kenntnis genommen hatte.  “Explosionsartig”, so stellte unlängst das Amt für rheinische Landeskunde in einer Studie fest, “breitet sich der Halloween-Brauch aus den USA bei uns aus.” Kostümvertriebe, Einzel- und Süßwarenhändler meldeten im vergangenen Jahr derartige Verkaufsrekorde, dass der Lebensmittelhersteller Kraft das Nahziel ausgab, “Halloween als drittes Standbein neben Ostern und Weihnachten etablieren” zu wollen. Die jährliche Steigerungsrate liegt im hohen zweistelligen Bereich. Deutschlandweit wurden mindestens 50 Millionen Euro umgesetzt und 5000 Halloweenprodukte auf den Markt geworfen. “Und dieses Jahr”, so verkünden Hersteller und Warenhäuser, “läuft es noch besser.”
Was aber steckt hinter dem Grinsen des ausgehöhlten und von Kerzenschein erleuchteten Kürbisses?Ich machte mich schlau: 
In der vorchristlichen Zeit teilten die Kelten im alten Britannien und Irland das Jahr praktisch und einfach in zwei Hälften, den Sommer und den Winter. In der Nacht, die nach heutiger Rechnung vom 31. Oktober zum 1. November lag, verabschiedeten sich die druidischen Priester vom Sommer (Sinnbild des Lebens) und hießen den Winter (Sinnbild des Todes) willkommen. 
Wir feiern also tatsächlich ein Fest, um den Tod zu begrüßen? 
Gott sei Dank informierte ich mich über die Historie von Halloween erst nach der Party und plane nun schnell den nächsten Sommerurlaub und feiere lieber das Leben!





Eure ZOE 
(der Name ZOE aus dem Griechischen übersetzt bedeutet 
übrigens passenderweise "das Leben")













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