Mittwoch, 3. Februar 2016

If I can make it there...

…I´ll make it anywhere! NEW YORK CITY. Da war ich nun. 
Meine persönliche Premiere - und diese Stadt übertraf alle Erwartungen. Es war gigantisch, grandios, protzig, prunkvoll, außergewöhnlich, exzessiv, extrem - alles riesig und es duftete nach den süßesten und teuersten Parfums dieser Welt, erlesenen Tees für 90 Dollar aus der Palm Court des Plazas und stank zugleich nach Armut, nassem Hund in der U-Bahn und viel zu viel Fast Food. 

Wunderschöne,  junge Mädchen mit viel Mascara auf den Wimpern und dem American Dream im Kopf überall in dieser Stadt : Mädchen, die im Memberclub Soho House mit perfekt nachgezogenem Chanel-Lippenstift Champagner schlürften, in der Park Avenue wohnten und genau diesen Serena-van-der-Woodsen-Traum lebten. Und dann noch alle die, die es nicht hierhin geschafft hatten, die aufgewacht sind im Albtraum, schwanger und bettelnd im Regen auf der Straße. 
Die Unterschiede hätten nicht größer sein können…in allerlei Hinsicht. Diese Stadt in einem Wort: EXTREM. In allen Schattierungen. Mit allen Vorzügen und bitteren Enttäuschungen.
Und dennoch: SO INSPIRIEREND, ich zehre noch immer davon. Oh ja. Ich komme wieder, das nächste Mal jedoch im Sommer. Dann stinkt der U-Bahn Hund nicht so sehr und die armen Mädchen sitzen zumindest im Trockenen.

XOXO (...nein, kleiner Scherz - ich bin keines dieser Extrem-Mädchen und stets dankbar dafür ein bodenständiges, relativ normales Leben führen zu dürfen)

















Montag, 9. November 2015

Neuer Luxus







Was macht eigentlich eine Luxusmarke aus?
Ich persönlich habe Luxusmarken immer mit Jahrhunderte langer Tradition verbunden. 
Louis Vuitton wurde im Jahre 1854 gegründet, Chanel und Prada jeweils 1913 und Gucci 1921.

Würde dies also bedeuten, dass Jung Designer heutzutage gar nicht erst versuchen sollten, sich in diesem Segment zu etablieren?

Aber denken wir vorerst weiter auf dem Luxus-Begriff herum: 
Hohe Qualität, die besten Materialien gut verarbeitet und die Liebe zum Detail. 
Limitierte Kollektionen, historisch besten Falls entstanden aus einem Familienunternehmen und ganz wichtig gekoppelt mit gutem Service. 
Das Luxus-Produkt muss uns berühren, soll uns eine Geschichte erzählen.
Luxus an sich steht vor allem für das Besondere und das Außergewöhnliche. Etwas, das nicht jeder hat. Etwas, das uns selbst viel bedeutet. Es kann ein Moment sein, ein Gefühl, muss nicht zwangsläufig mit Geld zu tun haben, sondern viel mehr das kleine Glück im Alltag bedeuten, das uns magisch anzieht, uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Das Berliner Label MANUE bringt so ziemlich jede Komponente dafür mit: 
2 kreative Frauen leben ihren Traum.
Eine unabhängige Künstlerin von der Côte d´Azur, die seit Jahren mit privaten Photographien arbeitet, die mit diversen Techniken wie Öl, Acryl Farben, Kohlstiften, Bleistiften und sogar Kugelschreibern umgewandelt werden. 
Ihre Schwägerin ist die ehemalige Accessoires Designerin von Wolfgang Joops Modelabel Wunderkind und machte sich kürzlich selbstständig.
 Nun brachten die Beiden gemeinsam eine Schal Kollektion raus, das typische Familienunternehmen also. Kreiert in Frankreich, produziert in Italien, die Materialien: Modal mit Seide oder Cashmere angereichert. Perfekte Verarbeitung, die uns in der kalten Herbst & Winterzeit ganz warm ums Herz werden lässt. Auf die hochwertige Qualität legte die gelernte Modedesignerin schon immer größten Wert. Die filigranen Motive: Selbstverständlich die Kunstwerke der Schwägerin.  

Was also als einzige Zutat zum großen Luxuslabel-Erfolg noch fehlt: Die jahrelange Tradition. Helfen wir den Beiden, dass aus MANUE eines Tages ein Traditionsunternehmen wird und sie sich ausnahmsweise schon ganz bald zwischen den Guccis und Chanels dieser Welt einreihen können. 
Das Potenzial ist allemal da! 


Ich trage auf den Bildern die Modelle "Carribean Christmas" und "Flowery Romy"





Donnerstag, 5. November 2015

What the Hell, Oween !










Das Soho House in Berlin - Treffpunkt für Prominenz und Kreativität. Der Großteil der Gäste lässt sich - auch wenn wir so etwas ja eigentlich nicht machen - über einen Kamm scheren. Vor allem in einer Sache: Dieser Schlag von Mensch liebt es in verschiedene Rollen zu schlüpfen, sich hinter einer Verkleidung zu verstecken und das Gefühl unerkannt und somit unbeobachtet die ganze Nacht durchfeiern zu können ohne dass morgen das Gerede zu groß ist. Der Reiz, nicht zu wissen, wer sich hinter der Maske neben einem verbirgt, ist zu groß. Die Gästeliste der Soho Halloween Party, die nur für Member und ihre Begleitung zugänglich ist, daher schon Wochen vorher ausgebucht.


 Geständnis: Ich verkleide mich auch gerne. Doch dieses Halloween Thema war mir irgendwie schon immer etwas gruselig.  Seit meiner Jugend etablierte sich in den letzten 10 Jahren zwischen Osterhasen und Weihnachtsmännern der grinsende Kürbiskopf als wiederkehrende Größe eines Festes, das man in Europa bisher kaum zur Kenntnis genommen hatte.  “Explosionsartig”, so stellte unlängst das Amt für rheinische Landeskunde in einer Studie fest, “breitet sich der Halloween-Brauch aus den USA bei uns aus.” Kostümvertriebe, Einzel- und Süßwarenhändler meldeten im vergangenen Jahr derartige Verkaufsrekorde, dass der Lebensmittelhersteller Kraft das Nahziel ausgab, “Halloween als drittes Standbein neben Ostern und Weihnachten etablieren” zu wollen. Die jährliche Steigerungsrate liegt im hohen zweistelligen Bereich. Deutschlandweit wurden mindestens 50 Millionen Euro umgesetzt und 5000 Halloweenprodukte auf den Markt geworfen. “Und dieses Jahr”, so verkünden Hersteller und Warenhäuser, “läuft es noch besser.”
Was aber steckt hinter dem Grinsen des ausgehöhlten und von Kerzenschein erleuchteten Kürbisses?Ich machte mich schlau: 
In der vorchristlichen Zeit teilten die Kelten im alten Britannien und Irland das Jahr praktisch und einfach in zwei Hälften, den Sommer und den Winter. In der Nacht, die nach heutiger Rechnung vom 31. Oktober zum 1. November lag, verabschiedeten sich die druidischen Priester vom Sommer (Sinnbild des Lebens) und hießen den Winter (Sinnbild des Todes) willkommen. 
Wir feiern also tatsächlich ein Fest, um den Tod zu begrüßen? 
Gott sei Dank informierte ich mich über die Historie von Halloween erst nach der Party und plane nun schnell den nächsten Sommerurlaub und feiere lieber das Leben!





Eure ZOE 
(der Name ZOE aus dem Griechischen übersetzt bedeutet 
übrigens passenderweise "das Leben")













Donnerstag, 22. Oktober 2015

Eins




Eins mit der Natur sein. 
Eins mit sich.

Das fällt in dieser schnelllebigen Zeit immer schwerer. Für mich momentan ein Paradox gerade jetzt diese Bilder aus meiner Zeit auf Bali zu posten, als ich mich so unglaublich lebendig, kräftig und verbunden mit der Natur fühlte - bereit für alles und jeden, auf der Suche nach der großen Herausforderung & Selbstverwirklichung. Und vor allem eins mit mir selbst. Gerade noch so den richtigen Moment festgehalten während dieses Shoots. Und gerade einmal 2 Wochen zurück im Berliner Alltag hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen und plötzlich liege ich im Krankenhaus. Cut.

Gerade deshalb nun dieser Beitrag. 
Im Urlaub kommt man meist ganz natürlich ohne groß darüber nachdenken zu müssen genau den Dingen nach, die Spaß machen, die einen erfüllen. Für mich persönlich die beste Kombi: Natur und Mode! Natürliche Achtsamkeit, die verwurzelt und stilvolle Schönheit, die beflügelt. Ich war viel in der Natur unterwegs, habe von Reisfeldern über Strände bis hin zu balinesischen Wäldern jede Minute genossen und mich von diesem tropischen Paradies erden lassen. Wenn es mir dann doch zu erdig und schlammig wurde und ich mich nach Zivilisation sehnte, ging ich ganz oberflächlich shoppen, ließ mir Designs maßschneidern, die ich selbst kreierte oder inszenierte mit Freundinnen gemeinsam Mode, wie hier dieses Fotoshooting für den New Yorker Designer Paul Ropp. Selber kreativ sein dürfen und schöne Dinge erschaffen. Leider bleibt dafür im Alltag wenig  Zeit. Das große Glück von Urlaub bedeutet doch eigentlich die inspirierende & schöne Seite dieser Erde zu sehen und sich ausschließlich mal mit den schönen Dingen des Lebens befassen zu dürfen. Zudem ganz wichtig: Digital Detox - nicht ständig online und erreichbar sein müssen, keine Nachrichten schauen, sich abschotten und nicht täglich zerfressen werden vom (meist negativen) Informationsüberfluss, der uns über  diverse Kanäle zwangsläufig erreicht. 

Zurück im grauen und kalten Berlin wurde ich erschlagen von den Problemen der Menschheit - von Krieg, über Flüchtlingsdramen, rechtsextreme Äußerungen, nach wie vor die Wirtschaftskrise meines Heimatlandes, politisches Unwissen, Korruption bis hin zu Angst und Ungewissheit weit und breit. Ich arbeite in Deutschlands größtem Medienhaus, da landen die Schlagzeilen der Tageszeitungen leider tagtäglich direkt auf dem eigenen Schreibtisch und ein Wegschauen ist unmöglich.
Ich fühlte mich plötzlich schuldig. Schuldig nichts zu tun gegen die Armut und dass meine Hobbies tatsächlich Mode und Spaziergänge im Wald mit meinem Hund sind.
Durch diese schlechten Gedanken war ich wie gelähmt & schlecht gelaunt bis ich schließlich krank wurde. Ist das der Sinn und Zweck? Ganz sicher nicht! Darum mein Appell:

 Nehmt Euch Zeit für das, was Euch glücklich macht, egal wie oberflächlich es scheint! Und tut es mit Muße - Nennt es positive Schwingungen oder wie auch immer, die ihr damit aussendet. Seid ihr glücklich ist es zumindest auch Euer direktes Umfeld! 
Ich möchte ganz sicher niemandem empfehlen die Augen zu verschließen und auf heile Welt zu tun, aber es ist okay sich seine Zeit zu nehmen, um sich in dieser teilweise sehr brutalen Welt auch oberflächlichen und schönen Dingen zu widmen, wie beispielsweise der Mode. Und doch bitte ohne schlechtes Gewissen! 

Und daher nun hier mit bestem Gewissen ein reiner Fashion Post mit den wundervollen Fashion Designs von Paul Ropp inmitten der unberührten Natur Balis:
















Mittwoch, 7. Oktober 2015

One Girl Show







Schicksal. Ein kleines Wort mit großer Bedeutung.
Mein Bali Urlaub begann alles andere als geplant… 
Aber von vorn: Im Berliner Alltag bin ich kaum allein, in dieser schnelllebigen und hektischen Hauptstadt geboren und aufgewachsen, habe ich immer viele Freundinnen um mich, meine Familie, Kollegen oder meinen Freund zuhause. Also eigentlich bin ich 24/7 unter Leuten und das war mir vorher nicht einmal bewusst. Auf Bali kam dann alles anders und ich war plötzlich alleine in einem fremden Land unterwegs. Da ist dann erstmal nichts. Außer Ruhe. Und du selbst. 
Vielleicht sollte genau das meine Challenge für die nächsten 2 Wochen werden.

Es kostete mich zugegebener Maßen anfangs einige Überwindung einen Tagesablauf völlig alleine nur für mich zu planen. Nach einer knappen Woche war ich darin dann aber schon ziemlich gut, hatte Locals kennengelernt, die mich zu den Touri-Hot Spots auf Sightseeing Tour fuhren und mit denen ich meine Tunika-Preise ausdealte und mir meine Wildledershorts und Leder-Capes maßschneidern ließ. Bali ist übrigens das Shopping-Paradies für Lederwaren und Silberschmuck. Die typischen Balinesischen Boho-Tunikas, sind jedoch mein persönliches Highlight. In verschiedensten Farbkombinationen und in diversen Schnitten und Längen hat Frau nie genug davon! Vor allem in den Bezirken Seminyak und Legian gibt es diese an fast jeder Straßenecke. Es empfiehlt sich direkt 2 oder 3 zu kaufen, dann lässt es sich leichter verhandeln - diese trage ich übrigens auch auf den  Bildern.

 Alleine sein war jedenfalls anscheinend wirklich nicht so meins und ich lernte schneller als gedacht Leute kennen. So auch 3 deutsche Mädels - und zwar ganz Besondere. Ich zog direkt in ihre traumhaft schön gelegene Villa mit ein und wir führten die tollsten Frauengespräche, hörten gute Musik, machten Yoga am Strand und tranken selbst gemixte Daiquiries & Detox Smoothies danach. Ein Mädchentraum!
Und so kam es, dass ich aus einer eher unschönen und kurzzeitig einsamen Situation heraus drei neue tolle Freundinnen gefunden hatte. 
Danke & Cheers - auf die Freundschaft und das Schicksal!


Die Fotos wurden aufgenommen in den Puri Tirta Villas in Nusa Dua, Bali. Für weitere Infos bitte hier klicken.























Find me on Stylebook!